Wie überredet man einen 62 kg schweren gutmütigen Riesen sich in Bewegung zu setzen? Weder mit Leckerli, noch mit scharfen und lieben Worten war Erna davon zu überzeugen, Befehle auszuführen, wenn sie es nun einmal nicht für nötig hielt. Eine harte Geduldsprobe für ihr Herrchen und Frauchen, besonders, wenn sie es im Büroalltag einmal eilig hatten.

Gemeinsam analysierten wir, dass Erna einen selbständigen Charakter besitzt und ihre beiden Menschen mit Sitzstreik von der Richtigkeit ihrer eigenen Entscheidung zu überzeugen versuchte. Als hinterer Leithund ist sie eine Entscheidungsträgerin. Diese Hunde weisen eine hohe Selbstständigkeit auf und sind daher für Kommandos nur schwer zugänglich. Um Erna zu führen, ist eine tiefe, innige  Partnerschaft notwendig , die
von gegenseitiger Achtung und Respekt geprägt ist und die auf einer guten Bindung beruht. Die beiden menschlichen Familienmitglieder lernten die Aufgaben und Kommunikationswege von Erna verstehen und erfuhren, dass Erna nicht nur genügend Zeit benötigt, um alle Eindrücke und Wahrnehmungen zu verarbeiten, sondern auch die Möglichkeit für die Entwicklung eigener Lösungen bekommen muss. ZEIT war für alle drei ein wichtiger Faktor zur Klärung und Lösung.

Käthe, die Ungestüme

Diese Hundedame ist eine stattliche Hündin- ein Mix aus Labrador und Dogge. Mit einer enormen Kraft sprang sie in die Leine, um irgendetwas mit dem Hund auszutragen, der ihr gerade entgegen kam. Und wie es nicht kommen darf, so musste es kommen – die Leinenschlaufe verfing sich am Handgelenk…. Sicher war das nicht Käthes Absicht, aber für Frauchen, war das Grund genug ihr gesamtes Ausgehverhalten so umzustellen, dass bitte so wenig Hundebegegnungen wie möglich wahrscheinlich sind. Oder lieber im Wald freilaufen. Denn da verhielt sich die Hündin zu ihren Artgenossen ganz nett.

Käthe ist eine Zentralhündin: sehr gerne kommunikativ, hält alle zusammen, sorgt für Harmonie und Verständnis. Die Familie dieser „schwarzen Lady“ wurde deutlich kleiner. Die Kinder waren nun beide aus dem Haus, die Mama lebte nunmehr mit der Hündin alleine. „Frauchen“ war beruflich stark eingespannt und so war Käthe viel alleine und hatte niemanden, um den sie sich kümmern konnte. Das ist für eine so starke Persönlichkeit extrem frustrierend.

Der Lösungsweg für Käthe sah wie folgt aus: „soziale Arbeit“ für die „schwarze Lady“. Wo kann sie sich mit ihren Talenten einbringen? Für beide waren feste Hundepartnerschaften ein guter Weg, aus Frustration Freude werden zu lassen.

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